Sie sind weder Film, noch Animation, noch statisches Bild, sondern eine geniale Mixtur: Cinemagramme (manchmal auch Cinemagraph genannt) heißen die magisch animierten Bilder, die Betrachter in den Bann ziehen: scheinbar statische Fotos, auf denen sich erst auf den zweiten Blick eine kleine Bildszene mystisch bewegt.

Keine nervigen Cliparts, sondern intelligent animierte Bilder: hinter den Cinemagrammen verstecken sich klug arrangierte Gifs – mehrere Einzelbilder in einer Datei gespeichert und in Endlosschleife abgespielt. Das Dateiformat Gif stammt aus den Urzeiten des Internets und wurde bereits 1987 vom US-Online-Dienst CompuServe eingeführt. Während damals animierte Gifs in Form rotierender @-Zeichen oder wild hüpfender Cliparts waren nicht gerade ein ästhetischer Genuss darstellten, erleben sie aktuell ein wunderschönes Revival. Wieder Salon fähig gemacht haben die dezent animierten Szenen die beiden New Yorker Fotografen Jamie Beck und Kevin Burg. Vor ein paar Jahren experimentierten die beiden Cinematographen auf der New York Fashion Week mit der Technik und erweckten mit ihrer Hilfe statische Modefotos zu faszinierendem Leben. Eine Haarsträhne, die im Wind weht, ein Uhrzeiger, der sich weiter dreht oder ein Feuer, das im Kamin flackert – kleine Details der Bilder werden so gekonnt in Szene gesetzt.

in the blink of an eye

Wie entsteht ein Cinemagramm?

Cinemagramme werden erstellt, indem eine Serie von Fotografien oder ein Video mit Bildbearbeitungssoftware in eine endlos rotierende Bilderfolge gesetzt wird. Im Netz finden sich einige gute Tutorials – beispielsweise für Photoshop-Nutzer. Und es gibt mittlerweile auch diverse Apps wie Flixel oder Fotodanz, um diese effektvollen Gifs zu erstellen. Allerdings wirken sich die animierten Bild-Sequenzen auf die Ladezeit aus: Cinemagramme besitzen natürlich größere Datenmengen als herkömmliche Bilder. Daher sollten sie sparsam eingesetzt werden, um die Performance einer Website nicht zu strapazieren.

Für wen eignen sich Cinemagramme?

Für jeden, der ein hochwertiges Highlight setzen will. Übrigens nicht nur auf der eigenen Webseite. Nachdem Facebook und Instagram die Funktion hinzugefügt haben, Minivideos automatisch in Endlosschleife abzuspielen, werden Cinemagramme zunehmend für Werbetreibende interessant. AdvertisingAge hat beispielsweise in einer Studie herausgefunden, dass Cinemagramme verglichen mit herkömmlichen Bild-Posts auf Facebook eine Reichweitensteigerung um 71 Prozent erreichen und prophezeit dem Format eine große Zukunft im Bereich des Online-Marketings.

Denn im Gegensatz zu aufwendigen und teuren Werbespots sind Cinemagramme viel leichter und vor allem günstiger zu produzieren und überzeugen dennoch durch ihre hochwertige Optik. Zudem sind sie einfach teilbar und damit perfekt Social-Media-tauglich und funktionieren nervenschonend ohne Ton.

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